Anfangs wollte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ein islamisches Kalifat im Irak und in Syrien errichten. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass die IS-Truppen weite Teile des Nahen und Mittleren Ostens, Afrikas und sogar Europas unter ihre Herrschaft bringen wollen. So sollen Pläne vorliegen, den Einflussbereich unter anderem auch auf Spanien und Italien auszudehnen. Welche Folgen das für die innere Sicherheit in Europa hätte, ist noch überhaupt nicht auszudenken.

Der IS hat Europa nun mit einem „psychologischen Angriff“ gedroht. Sollten europäische Länder oder die USA gegen die Eroberung Libyens durch den IS militärisch intervenieren, würde der IS dafür sorgen, dass sich 500.000 „Flüchtlinge“ über das Mittelmeer in Richtung Europa bewegen. Mit hunderten Booten solle Europa dann mit „Flüchtlingen“ geflutet werden, wie es seitens des IS heißt.

Darüber hinaus sei geplant, als Flüchtlinge getarnte Terroristen nach Europa zu schleusen, um dort gezielt Anschläge zu verüben. Der italienische Innenminister Angelino Alfano sagte dazu: „Wenn die Miliz des Kalifats schneller handelt als die internationale Gemeinschaft entscheidet, wie können wir dann das Feuer in Libyen löschen und die Migrationsströme eindämmen? Wir laufen Gefahr, einer noch nie da gewesenen Massenflucht ausgesetzt zu sein.“

Genau das, was jetzt passieren könnte, hat das ehemalige und mit NATO-Beteiligung gestürzte Staatsoberhaupt Libyens, Muammar Gaddafi bereits im März 2011 vorhergesagt. Er warnte damals vor einer Destabilisierung der Staaten in der Region: „Wenn anstelle einer stabilen Regierung, die Sicherheit garantiert, die mit Bin Laden vernetzten Milizen die Kontrolle übernehmen, dann werden die Afrikaner in Massen nach Europa strömen. Das Mittelmeer wird zu einer See des Chaos werden.“

Auch die Schweizer Garde rüstet sich bereits, um gegebenenfalls den Vatikan und den Papst verteidigen zu können. Anlass hierfür ist ein IS-Propaganda-Video, in dem 21 koptische Christen aus Ägypten entführt und am Strand enthauptet wurden. In diesem Video kündigten die IS-Anhänger an, Rom erobern zu wollen.

Die außenpolitischen Fehler der USA und Europas rächen sich nun mit innenpolitischen Katastrophen. Weil man fälschlicherweise auf den sogenannten „Arabischen Frühling“ setzte, der bestehende Staaten destabilisierte und islamistische Gruppierungen stärkte, konnte der IS so mächtig werden, wie er jetzt ist.

Die NPD hat sich schon immer für das Selbstbestimmungsrecht souveräner Staaten und das Gebot der Nichteinmischung stark gemacht. Stabile und souveräne Staaten sind den geostrategischen Interessen der USA zwar ein Dorn im Auge, aber der sicherste Garant gegen massenhafte Flucht- und Migrationsbewegungen.

Deutschland und Europa sollten sich dafür einsetzen, dass in Nordafrika sichere Zentren eingerichtet werden, in denen Flüchtlinge sicher vor Verfolgung sind. Eine Weiterreise nach Europa wäre dann nicht mehr nötig.

Ronny Zasowk

Ronny Zasowk
Über Ronny Zasowk

Unser Autor Ronny Zasowk ist stellvertretender Parteivorsitzender und Leiter des Amtes "Bildung" in der NPD.